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Emotionales Business Development: Der Schlüssel zu nachhaltigem Unternehmenserfolg:

Das Zukunftsinstitut spricht vom Zeitalter der Emotionen, in dem Emotionen die Zukunft von morgen gestalten. Die meisten Unternehmen wissen bereits um die Kraft der Emotionen und nutzen sie vor allem in der Werbung. Emotionen helfen dabei, Bedürfnisse wie Zugehörigkeit oder den Wunsch nach einem bestimmten Lebensgefühl zu wecken. Ob diese Bedürfnisse jedoch authentisch sind oder nur ein primäres Bedürfnis – wie beispielsweise Angst vor Zurückweisung - überdecken, ist nicht immer leicht zu erkennen.



Im heutigen wettbewerbsintensiven Geschäftsumfeld sind Unternehmen bestrebt, effektive Strategien zu entwickeln, um die Aufmerksamkeit ihrer Kunden zu behalten und potenzielle Kunden zu gewinnen. Ein neuer Aspekt gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung: Emotionales Business Development. Dieser Ansatz erkennt die Kraft der Emotionen im Unternehmenskontext an. Die renommierte Neurowissenschaftlerin und Autorin Dr. Lisa Feldman Barrett hat in ihrer Forschung wertvolle Erkenntnisse über die Bedeutung von Emotionen gewonnen. Diese neue Sichtweise auf Emotionen kann auch im Business Development gezielt eingesetzt werden.


Der Einfluss von Emotionen auf Denken und Handeln


Dr. Lisa Feldman Barrett betont in ihrer Arbeit, dass Emotionen nicht einfach unkontrollierte und willkürliche Reaktionen sind, sondern von uns selbst durch unsere Erfahrungen und Umweltreize konstruiert werden. Die gute Nachricht ist, dass wir unseren Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert sind. Wir müssen uns (nur) besser mit uns selbst in Verbindung setzen, um unsere Interpretationen reflektieren zu können. So beeinflusst unser emotionales Handeln nicht nur unsere individuellen Entscheidungen, sondern auch die Art und Weise, wie wir mit anderen Menschen interagieren. Unternehmen, die diese Erkenntnisse verstehen und in ihre Geschäftsstrategien integrieren, können ihre Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern deutlich authentischer und reflektierter gestalten.


Diese Zielgruppe fühlt sich von der verbreiteten „Überemotionalisierung“ vordefinierter, erstrebenswerter Wünsche nicht angesprochen - mehr noch - sie boykottiert diese Art der Aufmerksamkeitsgewinnung.

Durch die allgegenwärtigen Reize und „Bedürfnisquellen“ wird es immer schwieriger, die eigenen wirklichen Bedürfnisse herauszufiltern. Viele Menschen fühlen sich von der Reizüberflutung überfordert und wünschen sich mehr Klarheit und Ursprünglichkeit. Darüber hinaus gehen wir von einer gesellschaftlichen Entwicklung aus, in der die Menschen einen selbstbestimmten Umgang mit Emotionen anstreben und dies auch im beruflichen und privaten Kontext einfordern. Diese Zielgruppe fühlt sich von der verbreiteten „Überemotionalisierung“ vordefinierter, erstrebenswerter Wünsche nicht angesprochen - mehr noch - sie boykottiert diese Art der Aufmerksamkeitsgewinnung. Emotionales Business Development setzt hier an. Es dient dazu, Lösungen in Form von Produkten oder Dienstleistungen zu entwickeln, die die tatsächlichen oder auch ursprünglichen Wünsche der Zielgruppe erfüllen können und die partizipativ mit ihr entwickelt werden.


Das Konzept des emotionalen Business Development ist ganzheitlich


So lässt sich das Konzept auch innerhalb des Unternehmens anwenden, um Employer Branding-Maßnahmen zu gestalten. Eine emotionale Unternehmenskultur kann sich dynamisch entwickeln, da sie nicht vordefiniert und gleichzeitig authentisch sein kann. Werden Mitarbeitende ermutigt, ihre Intuition und ihre emotionalen Signale zu nutzen, können innovative Geschäftsfelder erschlossen werden, die aus echten Motiven entstehen. Wenn Menschen sich mit ihren Emotionen verbinden, können sie subtile Hinweise erkennen, Marktveränderungen antizipieren und innovative Lösungen entwickeln. Emotionen dienen somit als starke Navigationshilfe, die es den Mitarbeitenden ermöglicht, sich an Veränderungen anzupassen und schnell auf sich bietende Chancen zu reagieren.


Unternehmen sollten diese starke menschliche Eigenschaft adaptieren

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die heutige Zeit viel Unvorhersehbares mit sich bringt. Achtsamkeit und ein gefestigter Umgang mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen machen Menschen resilienter und handlungsfähiger. Unternehmen sollten diese starke menschliche Eigenschaft adaptieren und damit zukunftsfähige, authentische Geschäftsfelder erschließen.



Quellen:

Feldman Barrett, L. (2018). How Emotions Are Made: The Secret Life of the Brain. Pan Macmillan.


Siegeszug der Emotionen. Herausgeber: Zukunftsinstitut GmbH. Autoren: Harry Gatterer, Matthias Horx, Lea Lösch, Verena Muntschick, Christian Schuldt, Janine Seitz, Christiane Varga | 2018 | 128 Seiten | ISBN: 978-3-945647-52-3

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